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Texte: Andreas Riga

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Da war noch was


Da war noch was
In deinem Atem kein Lavendel
Etwas das süchtig macht
So wie der Schweiß der Tiere

Angst kann es nicht gewesen sein
Dafür hielt ich dich zu stark
In meinen schwachen Armen
Die Musik war zu leise
Das Rauschen der Wellen an deinen Ohren

Zu billig die Getränke
Der Abschied der Komödianten
Der lange Zug
Und kein wohin

Pathos der Möwen


Wie sie mit ausgebreiteten Flügeln die Liebe verkünden
Schreiend
Unter den aufreissenden Wolken
Irren
Man muß ihnen glauben
Wenn nicht ihnen
Wem sonst

Unten tollt ein Hund
Beisst in die Wellen
Und gibt nicht auf

Engel reichen sich
Nächtens die Hände


Ein Hund
Schläft


Im Dämmern bellt eine Hirschkuh
Finger gehen auf die Reise
Ein Fenster graut
Und Morgen reist heran
Auf Nebelschiffen


Engel reichen sich die Hände
Ein Hund schläft


Und kein Hahn kräht nach uns

Unordentliche Elegie
Für H...


Schmales Wolfskind vom Mondberg beseelt
Bleiche Circe aus weißem Traumwald
Samtgestimmte Nachtigall und Menschentier
Elektra, die blaubesternte
Schaumgeboren
Aus Masurischen Seen
Schlafend an schwarzmähnigen Ufern
Oder:
Kämpfend- auf Tauris
Umgeben von Wellen
- Ewig mahlen deine Zehen den Strand
von Jurmala
Und:
Ungebeugt lauscht Helena
An Trojas morschen, östlichen Mauern
Und pfeift auf die Internationale
Der VEB.


An den Fenstern legen wir Träume aus
Behutsam fegen die Straßenarbeiter das Lachen zusammen
Und den Regen


Wir sind ein Sommer
Wir sind eine Wiese
Wir liegen
Finger an Finger
Nase an Nase
Haut an Haut

Une Derniére Semaine á New York


Es gibt keine Woche mit sieben Freitagen
Also bleibt die Langeweile der Abwechslung
Unterhaltend wie die Haltestelle in der Wüste


Es gibt kein Hotel in der Rue Lieutenant de Fiancé
Im zwölften Arrondissement
Also auch keine zitternden Finger
Die sich im Halbdunkel
Auf einem viel zu großem Bett
In einem viel zu kleinem Zimmer
In eben besagtem Hotel
Von dem wir wissen
Das es nicht existiert
Berühren


Aber Dich gibt es
Und deinen Körper
Der sich schlangenartig
Im Rhythmus der Musik bewegt
Gepaart mit der reinen Freude deines Gesichtes
Voller Entzücken
Über die Schönheit der Musik

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