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Texte: Theresa Züger
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Mondgetier


Kehre die züngelnde Mitte
dem Mond entgegen.
Befruchte die Steine,
dass Blut sie sprengt.
Lausche der rauschenden Sirene,
die tief in mich schreitet,
tanzt durch offene Türen.


Verbrannte Haut
Asche des Lebens
Verrottete Netze
Gift im Gewebe versickernd


Ich kappe die Seile bevor sie tragen


folge den Gezeiten,
winde mich im Morast,
bis das Laub zu glitzern beginnt,
der Duft der Erde mich verführt
hypnotisiert
mit meinen Augen
betäubt
durch mein Gift.
Wandle im Zyklus der Schlange.

Papiergestalten


Im Knistern aßen wir Nüsse
und pissten ins Meer
bei Mitternacht.


Ich male Papiersex in die Ecken
und schlafe mit Pappgestalten.


Ich habe das Vergessen verschluckt, halbverdaut
liege in Deinem Magen, nicht herunter zu bekommen.


Mir war als wärest Du die Nacht geblieben.
In Wirklichkeit hast Du Musik angemacht
mich mitgenommen,
die Frau für’s Herz
als Pappgestalt.


Liebe heißt nicht, dass man bleibt,
nur bleibt,
wer man ist.

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